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Chronik

2013 - Ein Sommernachtstraum

 

Eine Adaption von Shakespeares Komödie rund um Elfen, Liebestränke, Eselsköpfe und vertauschte Partner.

!!! ACHTUNG! KEINE SHAKESPEARE-VERSE! SONDERN IN MODERNER SPRACHE !!!

Der Stadtstaat Neu-Athen, an einem strahlenden Sommertag. Die junge Sportstudentin Hermia ist in leidenschaftlicher Liebe zu dem chronisch erfolglosen Schriftsteller Lysander entflammt – sehr zum Leidwesen der rigorosen Mutter Egea, die ihre Tochter lieber mit dem aufstrebenden, aber arroganten Architekten Demetrius verbandeln möchte. Aber auch ein Schlichtungsgespräch beim Bürgermeister Theseus kann Hermia nicht umstimmen. Als Egea, unterstützt von Theseus, ihrer Tochter mit Enterbung und gesellschaftlichem Ruin droht, fasst Hermia den Entschluss, aus Neu-Athen zu fliehen. Sie trifft sich mit Lysander um Mitternacht im Neu-Athener Wald bei der großen Eiche, um von dort aus in ein neues gemeinsames Leben aufzubrechen.

Demetrius erfährt jedoch von Hermias Flucht: Helena, eine schüchterne Auszubildende verrät ihm den geheimen Plan. Helena ist unglücklich in Demetrius verliebt und hat es nicht verwunden, dass ihr Auserwählter nur Augen für ihre Freundin Hermia hat. Deshalb plaudert Helena den Fluchtplan aus, um sich so an Hermia zu rächen. Augenblicklich eilt Demetrius in den Wald, um den Widersacher Lysander aus dem Weg zu räumen. Helena bleibt ihm dabei hartnäckig auf den Fersen und lässt sich auch durch seine Beleidigungen und seine Versuche, sie abzuschütteln, nicht beirren.



Im Wald wohnen aber die Elfen. Und dieses zauberhafte Waldvolk ist nur glücklich und zufrieden, wenn es allerhand Schabernack mit den Menschen treiben kann. So auch Oberon, der Elfenkönig. Oberon beobachtet Helenas vergebliches und verzweifeltes Werben um den gefühllosen Demetrius und beschließt, ein wenig nachzuhelfen: Seinen treuen Diener Puck weist er an, Demetrius mit einem Liebestrank zu besprenkeln. Der Trank soll bewirken, dass er sich unsterblich in Helena verliebt.

Dummerweise ist Puck aber ein ausgesprochener Chaot und bringt alles durcheinander. Anstelle von Demetrius besprenkelt er Lysander mit dem Liebestrank. Das Resultat: Lysander bricht sogleich mit Hermia, lässt sie mitten im Wald einfach sitzen und beteuert statt dessen Helena seine Liebe. Und Helena, die sich überhaupt nicht für Lysander interessiert, fühlt sich von ihm verspottet und verfolgt.

König Oberon beobachtet die Verwechslung seines Dieners mit Entsetzen. Damit aber nicht genug, hat der elfische Monarch doch selber familiären Kummer: Seine chronisch untreue Elfenkönigin Titania betrügt ihn mit einem Sänger, den sie aus einer Casting-Show entführt hat. Von Rachegelüsten angetrieben, belegt Oberon seine schlafende Gemahlin mit einem unheilvollen Zauber: Sie muss sich unsterblich in das allererste Wesen verlieben, das sie erblickt, wenn sie erwacht.

Der Zufall will es so, dass dieses Wesen ausgerechnet ein Esel ist. Auf der großen Lichtung hat sich nämlich unter der Leitung von Regisseurin Squenza eine kleine Schar von Handwerken eingefunden, um in aller Heimlichkeit ein Theaterstück zu proben. Mit der Aufführung dieses Stücks wollen sie Bürgermeister Theseus bei seiner Hochzeitsfeier überraschen. Für Zettel, einen dieser Handwerker, wird diese Nacht ein unvergessliches Erlebnis bleiben: Als er sich hinter einem Busch versteckt und dort auf seinen Auftritt wartet, wird er vom vorbeifliegenden Puck in ein eselsköpfiges Monstrum verwandelt. Und als Zettel mit seinem Eselskopf ziellos im Wald umherstreift, trifft er die schlafende Titania, die natürlich prompt erwacht und sich augenblicklich in einen wahnhaften Liebesrausch hineinsteigert. Fortan sind die Elfenkönigin und ihr Esel unzertrennlich.  

Etwa zur gleichen Zeit brechen auch Theseus und seine Verlobte Hippolyta in den Wald auf. Hippolyta ist eine ambitionierte Popsängerin, die zwar überhaupt nicht singen kann, es aber trotzdem dauernd tut. Theseus hat seiner Angebeteten versprochen, ihr eine „Hippolyta-Stadt“ zu bauen. Mitten im Neu-Athener Wald legen sie nun den Grundstein für die neue Siedlung – was natürlich Oberon und seinen Elfen sehr missfällt.

Wohin all diese Verstrickungen letzten Endes führen und ob es einen Ausweg aus dem ganzen Chaos gibt – das erfahren Sie auf unserer Freilichtbühne. Besuchen Sie den „Sommernachtstraum“ – Shakespeares alten Bühnenklassiker in modernem Gewand und in moderner Sprache.

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